Die elektrische Alpine A110 wird noch dieses Jahr (2026) vorgestellt. Und Alpine zeigt nun erstmals die technische Basis des neuen Elektro-Sportwagens: die Alpine Performance Platform (APP).
Die Plattform bildet das Fundament für die nächste Generation der Alpine A110 Elektro, die weiterhin im Werk Dieppe (wir waren schon vor Ort..) gebaut werden soll. Anders als viele Elektroarchitekturen grosser Hersteller wurde sie nicht für SUVs oder Limousinen entwickelt, sondern explizit für verhältnismässig „leichte“ Elektro-Sportwagen.

Zwei Batterien statt Skateboard-Plattform
Die meisten Elektroautos setzen auf eine grosse Batterie im Unterboden. Das ist effizient, aber für Sportwagen nicht ideal. Unsportliche Sitzposition, keine flache Karrosserieform möglich etc.
Die Alpine Performance Platform nutzt deshalb zwei separate Batteriepacks, die so verteilt werden, dass eine 40:60-Gewichtsverteilung entsteht. Genau diese Balance kennt man sonst von klassischen Mittelmotor-Sportwagen.
Damit bleibt die zukünftige elektrische A110 flach, kompakt und wie Alpine verspricht: fahrdynamisch ausgelegt.

800 Volt und Torque Vectoring
Technisch bringt die Plattform einige spannende Zutaten:
- 800-Volt-Architektur
- Cell-to-Pack Batterie
- Dual-Motor Hinterachse
- Alpine Active Torque Vectoring
Das Torque-Vectoring-System kann laut Alpine alle 10 Millisekunden das Drehmoment zwischen den Hinterrädern neu verteilen. Damit soll der Elektro-Sportwagen extrem präzise einlenken und deutlich agiler reagieren als klassische Allrad-Elektroautos.

Das Gehirn: Alpine Dynamic Model
Die Plattform wird von einer zentralen Steuerung überwacht: dem Alpine Dynamic Model (ADM).
Diese ECU verbindet Batterie, Motoren, Bremsen, Lenkung und sogar die aktive Aerodynamik in einem gemeinsamen Fahrzeugmodell. Ziel ist ein Elektro-Sportwagen, der sich leicht und natürlich fährt – statt einfach nur brutal schnell zu sein.

Produktion der elektrischen Alpine A110 bleibt in Dieppe
Trotz neuer Technik bleibt ein wichtiges Detail unverändert:
Die nächste Alpine A110 Elektro wird weiterhin in der Manufacture Alpine Dieppe Jean Rédélé gebaut. Genau dort entsteht seit 2017 auch die aktuelle A110.
Warum die Plattform interessant ist
Viele Elektro-Sportwagen sind letztlich nur kosmetisch modifizierte Elektroautos. Alpine versucht etwas anderes: eine Plattform, die zuerst Sportwagen-Architektur ist und erst danach Elektroauto. Das gefällt mir und kennt man aus dem Volumenmarkt bisher sehr selten.
Wenn das Konzept aufgeht, könnte die elektrische Alpine A110 tatsächlich einer der spannendsten Elektro-Sportwagen der nächsten Jahre werden und laut Alpine sollen auch weitere Elektro-Sportwagen auf dieser Plattform folgen. Vielversprechend! Wir sind gespannt!
